Pressemitteilung der Roten Hilfe zur Haftentlassung von Olli

site_logoHeute um 09:05 Uhr wurde unser Genosse Olli nach drei Jahren aus der Haftanstalt Tegel entlassen. Verurteilt wurde er wegen angeblicher Mitgliedschaft in der militanten gruppe (mg) und einer antimilitaristischen Aktion und kam dann in den offenen Vollzug.

Einen Monat vor Antritt der Bewährungsstrafe wurde Olli der Beteiligung an einer weiteren „terroristischen Vereinigung“ nach dem Willkürparagraphen 129a StGB bezichtigt und saß seit dem 22. Mai 2013 in der JVA Tegel. Gegen ihn und acht Genoss*innen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Beteiligung an Aktionen der Revolutionären Aktionszellen (RAZ) und der linksradikalen Zeitschrift radikal.

Die verlängerte Zeit im geschlossenen Vollzug nutzte Olli, um gemeinsam mit anderen Gefangenen im Mai dieses Jahres die Gefangenengewerkschaft (GG) mit zu gründen. Diese setzt sich für einen Mindestlohn und eine Rentenversicherung im Knast ein und ist mit dem Erscheinen der ersten Ausgabe der Gefangenenzeitschrift outbreak rasant gewachsen.

„Mit Olli verlässt ein Genosse den Knast, dem wir nicht zuletzt Ansätze eines gewerkschaftlichen Kampfes gegen die Ausbeutung der kapitalistischen Gefängnisindustrie verdanken“, so H. Lange vom Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V. „Die Ermittlungen und damit die Repression gegen ihn sind noch lange nicht beendet. Olli hat den Repressionsbehörden jedoch immer wieder bewiesen, dass sie ihn und seine Überzeugung nicht brechen können. Wir freuen uns als Antirepressionsorganisation, ihn wieder draußen bei uns zu haben und schicken solidarische Grüße an alle, die weiter hinter den Mauern kämpfen.“

„Auch wenn ich jetzt draußen bin, werde ich mich weiterhin für die Gefangenengewerkschaft einsetzen und gegen Zustände wie in der JVA Tegel vorgehen,“ so Oliver Rast nach seiner Entlassung.

Die Rote Hilfe wehrt sich grundsätzlich gegen die so genannten Terrorparagraphen 129ff und ihre Anwendung gegen alle linken und emanzipatorischen Aktivist*innen. Die Rote Hilfe setzt sich – gegen jede staatliche Willkür – für die Freiheit aller politischen Gefangenen ein.

H. Lange für den Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.

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